Vorwort zu Basel I - III
Basel I bis Basel III wurde jeweils vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet. Es handelt sich um Anforderungen und Vorschriften für Kreditinstitute zur Vergabe von Unternehmenskrediten. Mit Basel I wurde eine einheitliche Eigenkapitalunterlegung von 8% auf alle Unternehmenskredite gefordert. Mit Basel II wurde die Kreditvergabe der Banken auf Rating-Verfahren umgestellt, die auf einer Risikoorientierung ausgelegt sind. Dazu werden unterschiedliche Risikoarten gesondert betrachtet, gewichtet und benotet. Das Rating-Verfahren besteht grundsätzlich aus zwei Bereichen. Einem qualitativen Bereich (betriebswirtschaftlicher Hintergrund eines Unternehmens = soft facts) und einem quantitativen Bereich (Bilanzzahlen eines Unternehmens = hard facts). Beide Bereiche, sowie mögliche zusätzliche individuelle Risiken (z.B. Branchenrisiko), ergeben dann eine Rating-Gesamtnote, die über die Kreditvergabe und die künftigen Kreditkonditionen entscheidet. Mit Basel III wird eine weitere sukzessive Erhöhung der Eigenkapitalunterlegung der Banken gefordert. Es ist davon auszugehen, dass diese Maßnahme Auswirkungen auf zukünftige Kreditkonditionen haben wird.
WARUM RATING?
- Rating ist eine gängige Praxis! Die Kreditinstitute wenden bei der Unternehmensbewertung in Bezug auf die Kreditvergabe Rating-Verfahren an.
- Eine gute Rating-Note bedeutet bessere Zinskonditionen! Bedenken Sie, was eine Zinserhöhung von 3 % jährlich kosten würde. Höhere Kreditkosten = geringere Liquidität und geringerer Gewinn. Geringere Kreditkosten = höhere Liquidität und höherer Gewinn.
- Eine gute Rating-Note kann deutliche Wettbewerbsvorteile haben! Ähnlich einer erfolgreichen Zertifizierung bietet sie Sicherheit für Kunden und Lieferanten.
- Ein gutes Rating ist Marketing in eigener Sache! Sie unterstreichen damit die Bonität Ihres Unternehmens.